Mediation wirkt dort am besten, wo Beziehungen, Zusammenarbeit oder geordnete Trennungen gelingen müssen. Nachstehend finden Sie typische Konstellationen, in denen ich Privatpersonen und Unternehmen begleite – jeweils mit dem Ziel, rasch Klarheit herzustellen und Vereinbarungen zu ermöglichen, die im Alltag tragen.
Betriebe, Teams und Geschäftspartnerinnen, Geschäftspartner
Mediation eignet sich überall dort, wo Menschen weiter miteinander zu tun haben: in Betrieben und Teams, zwischen Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern sowie an Schnittstellen, an denen Erwartungen, Rollen und Kommunikation kippen. Der Fokus liegt auf Klarheit: Was ist der Kern des Problems, was steht auf dem Spiel, welche Interessen sind tatsächlich relevant – und welche Vereinbarung ist realistisch und umsetzbar. Der Ton ist wertschätzend, die Sache ist konsequent: kein „Herumreden“, sondern strukturierte Klärung.
Familie, Trennung und Scheidung
In Familienkonflikten, Trennungs- und Scheidungsmediationen geht es häufig um mehr als die akute Auseinandersetzung: um Verantwortung, Zukunftsregelungen und darum, Kommunikation wieder steuerbar zu machen. Ziel ist, Themen zu sortieren, Positionen in Interessen zu übersetzen und tragfähige Regelungen für die Zeit danach zu erarbeiten – insbesondere dort, wo gemeinsame Verantwortung bleibt (Kinder, Vermögen, Wohnsituation, laufende Verpflichtungen). Am Ende steht eine Vereinbarung, die nicht nur „schön formuliert“, sondern lebbar ist.
Lehrlingsmediation (§ 15a BAG) und Ausbildungsbetriebe
Mein besonderer Schwerpunkt liegt in der Lehrlingsmediation nach § 15a Berufsausbildungsgesetz (BAG). Wenn es im Lehrverhältnis knirscht, entscheidet oft Tempo und Professionalität darüber, ob eine Ausbildung stabilisiert werden kann oder ob es zum Abbruch kommt. Lehrlingsmediation schafft einen klaren, sicheren Rahmen, in dem Lehrbetrieb und Lehrling (bei Minderjährigkeit auch die gesetzliche Vertretung) die Konfliktlage strukturiert aufarbeiten und konkrete nächste Schritte festlegen können. Typische Themen sind Kommunikation und Umgangston, Erwartungen an Leistung und Verhalten, Fehlzeiten, Konflikte im Team, Missverständnisse zwischen Ausbildung und betrieblichem Einsatz sowie die Schnittstelle Berufsschule – Betrieb – Elternhaus. Details zu Ablauf und Rahmen finden Sie unter „Lehrlingsmediation“.
Bildung, Aus- und Weiterbildung, tertiärer Sektor
Im tertiären Bildungssektor sowie in der Aus-, Fort- und Weiterbildung entstehen Konflikte häufig an Schnittstellen: Trägerorganisation – Leitung – Lehrende – Teilnehmende, Prüfungs- und Leistungsfragen, Erwartungsmanagement, Rollenunklarheiten, Kommunikations- und Kulturthemen. Mediation wirkt hier besonders gut, weil sie Ordnung in komplexe Stakeholder-Lagen bringt und Lösungen ermöglicht, ohne dass Fronten weiter verhärten. Das gilt ebenso für Konflikte in Bildungseinrichtungen, Akademien und hochschulnahen Kontexten.
Erbschaft, Schenkung und Generationenthemen
In Konflikten rund um Erbe, Schenkung oder Übergaben geht es selten nur um Zahlen. Es geht um Anerkennung, Fairness, Lebensleistung, Erwartungen und alte Kränkungen – oft unter Zeitdruck. Mediation ermöglicht, diese Ebenen zu benennen, ohne sie zum Selbstzweck zu machen, und daraus klare, tragfähige Absprachen abzuleiten: zur Vermögensaufteilung, zu Übergaben oder zu künftigen Zuständigkeiten in der Familie.
Miete, Nachbarschaft und Wohngemeinschaften
Bei Konflikten zwischen Mieterin, Mieter und Vermieterin, Vermieter sowie in Nachbarschaften und Wohngemeinschaften ist das Ziel fast immer dasselbe: rasch Ruhe herstellen und Regeln finden, die den Alltag wieder möglich machen. Ob Lärm, Nutzung gemeinsamer Flächen, Haustiere, Betriebskosten, Abnützung, Besuch, Hygiene oder „Stilfragen“ des Zusammenlebens – Mediation bringt die Sache auf den Punkt und verhindert, dass Bagatellen zu Dauerkrieg werden.
Interkulturelle Mediation
Interkulturelle Mediation – insbesondere mit Bezug zum arabischen Raum – erfordert mehr als Übersetzung. Es geht um unterschiedliche Kommunikationslogiken (Direktheit/Indirektheit), Gesichts- und Ehrkonzepte, Familien- und Rollenverständnisse, Autoritäts- und Konsensmechanismen. Ich arbeite so, dass alle Seiten „gehört“ werden, ohne dass der Prozess weichgespült wird: Kultur wird als Kontext berücksichtigt, nicht als Ausrede.
Psychosoziale Konstellationen
In psychosozialen Kontexten steht zusätzlich die Stabilisierung im Vordergrund: Konflikte sind hier oft mit Belastung, Erschöpfung, Angst oder Überforderung verbunden. Mediation bedeutet dann: klare Struktur, sichere Gesprächsführung, Tempo rausnehmen, ohne das Ziel zu verlieren – und eine Lösung, die nicht nur juristisch oder organisatorisch, sondern menschlich tragfähig ist.
Einstieg und Terminvereinbarung
Bitte melden Sie sich bei meinem Sekretariat; dort wird ein Rückruftermin für ein kurzes telefonisches Erstgespräch vereinbart. In diesem Erstgespräch klären wir Eignung, Setting und den schnellsten sinnvollen Weg. Die anschließende Terminvereinbarung für die Mediation bzw. weitere Schritte erfolgt wiederum über mein Sekretariat.
Hinweis: Mediation ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Den Parteien steht es frei, sich vor, nach oder zwischen Terminen durch Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälte oder andere fachkundige Personen beraten zu lassen.
Susanne Grem
E-Mail: office@mediationgrem.com
Mobile: +43 676 88 77 88 99